Gesamtwerk (Orgel). Interpret: Wolfgang Stockmeier PDF Drucken E-Mail
CD Aufnahmen
Dienstag, den 30. November 2004 um 23:00 Uhr
Das Gesamtwerk wurde zwischen Sept.77 bis Feb.81 eingespielt (Verlag Art&Music, Hamburg). Insgesamt für den Preis (40Euro) eine lohnende Anschaffung. Wolfgang Stockmeier ist kein brillianter Techniker, auch die fast immer identischen Registrierungen sind etwas fantasielos. Die Tempi sind eher zu langsam (siehe oben) und die Aufnahmetechnik etwas zu hallig/verschwommen (besonders das Pedal). Aber: das Ganze wird mit viel Idealismus und Herz gespielt. Man sehe nur mal die Einspieldauer an. Das ist kein Schnellschuss.

Unverzichtbar ist die konsequente Einhaltung der BWV-Nummern 525 - 771. Ideal als Nachschlagewerk in Audio! Dass auch die zweifelhaften und fälschlich zugeschriebenen BWV-Nummern dabei sind, ist grossartig! So kann man sich selber ein Bild machen und weiss endlich, wie diese klingen. So schlecht sind die ja allesamt nicht. Sonst wären sie wohl nie seinerzeit von Schmieder ins BWV aufgenommen worden.

Etwas mühsam ist, dass die einzelnen Werke nur "en bloc" zu haben sind; d.h. leider gibt es keine Track-Schnitte zwischen den Sätzen; zwischen Präludien und Fugen etc. Klar kann man argumentieren, dass die Werke eben zusammengehören. Wer aber mal auf der CD Nr. 17 aus 20 Stk. den Fugenanfang bei 4:32 rasch suchen wollte, weiss was ich meine.

Fazit:
  • Walcha brauche ich als Referenz
  • Hurford für den virtuosen Genuss
  • Rogg für die stillen Stunden
  • Alain und Fagius zur Komplettierung
  • Stockmeier aber zur Übersicht