Zitate

Menschen über Johann Sebastian Bach und seine Musik.
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Adlung, Richard (deutscher Musikschriftsteller 1699-1752)

«Ich breche ab und sage mehr nicht, als dass diejenigen Recht zu haben scheinen, welche viele Künstler gehört, aber doch alle bekennen, es sei nur ein Bach in der Welt gewesen.» Aus «Anleitung zur musicalischen Gelahrtheit» 1758.

Bach, Carl Philip Emanuel (deutscher Musiker 1714-1788)

«Sie fällt hinein und füllt es aus, lässt aber das Herz leer; das ist mein Urteil von der neuen Musik, der neuen komischen Musik, die auch in Italien, wie mir Galuppi gesagt hat, Mode ist, sodass man gar keine Adagio, lauter räuspernde Allegro, allenfalls ein Andantino zu hören bekommt. Der König von Preussen hasst diese Musik aufs äusserste, sonst findet sie fast allenthalben Beifall und ich habe mich in meinen Sonatinen [für konzertierendes Cembalo und Begleitung] nur ein wenig zu dem Geschmack heruntergelassen. [...] Die Musik hat höhere Absichten, sie soll nicht das Ohr füllen sondern das Herz in Bewegung setzen.»

Bach, Johann Sebastian (deutscher Musiker und Komponist 1685-1750)

«Bey einer andächtigen Musique ist alle Zeit Gott mit seiner Gnaden Gegenwart.»

«Ich habe fleißig seyn müssen; wer eben so fleißig ist, der wird es eben so weit bringen können.»

Barenboim, Daniel (Pianist *1942)

«Für mich war Bach der erste grosse Komponist, der eine historische Bedeutung hat. Es gibt viele, die eine schöne und perfekte Musik hinterlassen haben, aber genau genommen unbedeutend sind. Umgekehrt gibt es Komponisten, deren Musik zwar nicht perfekt ist, die aber Wegweisendes hervorgebracht haben.» (2004)

Beethoven, Ludwig van (deutscher Komponist 1770-1827)

«Nicht Bach, sondern Meer sollte er heissen wegen seines unendlichen, unerschöpflichen Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien. Bach ist der Urvater der Harmonie.»

Benedikt XVI (dt. Papst *1927)

«So hat auch Johann Sebastian Bach, obgleich evangelischer Christ, das unvergleichliche Werk der h-Moll-Messe geschaffen, die doch wohl als eine innere Einheit komponiert ist und uns die Kraft eines Glaubens spüren lässt, durch den uns die Gegenwart Gottes von innen her anrührt.»

Berlin, Isaiah (brit. Philosoph 1909-1997)

«Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.»

Berlioz, Hector (französischer Komponist 1803-1869)

«Bach ist Bach, wie Gott eben Gott ist.»

Brahms, Johannes (deutscher Komponist 1833-1897)

«Studiert Bach, dort findet ihr alles!»

«Die Chaconne ist mir eines der wunderbarsten, unbegreiflichsten Musikstücke. Auf ein System für ein kleines Instrument schreibt der Mann eine ganze Welt von tiefsten Gedanken und gewaltigsten Empfindungen. Hätte ich das Stück machen, empfangen können, ich weiss sicher, die übergrosse Aufregung und Erschütterung hätten mich verrückt gemacht.»

Burney, Charles (englischer Komponist und Musikhistoriker 1726-1814)

«Von Klangfülle war er so besessen, dass er - abgesehen von seinem fortwährenden exzessiven Pedalspiel - diejenigen Tasten mit einem Stöckchen im Mund herunterdrückte, die er im jeweiligen Augenblick weder mit Händen noch mit Füssen erreichen konnte.»

Casals, Pablo (spanischer Cellist 1876-1973)

«Er entblösst die menschliche Natur um ihre göttliche Attribute zu zeigen. Den alltäglichen Dingen verleiht er einen spirituellen Reiz, dem was flüchtig ist verleiht er die Flügel der Ewigkeit. Die göttlichen Dinge macht er menschlich und die menschlichen göttlich - so ist eben Bach, der grösste und reinste Moment in der Musik aller Zeiten.»

Cherny Alena (ukrainische Pianistin)

«Bach zu spielen ist äusserst schwierig; es braucht nicht nur Fingerspitzengefühl und logisches Denken, sondern auch Herz, Blut und Tränen.»

Cioran, Emil (rumänischer Philosoph 1911-1955)

«Für mich gibt es nur einen konkreten Beweis für die Existenz Gottes: die Musik von Johann Sebastian Bach.»

Daube, Johann Friedrich (österreichischer Musiktheoretiker 1733-1797)

«Wer ihn nicht gehört, hat sehr vieles nicht gehört.» (in «Generalbass in drei Akkorden» 1756).

Debussy, Claude (französischer Komponist 1862-1918)

«Schauen wir auf Bach, den lieben Gott der Musik, an den die Komponisten ein Gebet richten sollten, bevor sie sich an die Arbeit setzen, auf dass er sie vor Mittelmässigkeit bewahre. Schauen wir auf sein umfangreiches Werk, in dem wir auf Schritt und Tritt Dingen begegnen, die so lebendig sind, als wären sie erst gestern entstanden, angefangen bei der kapriziösen Arabeske bis hin zu jenem religiösen Verströmen, dem wir bis jetzt nicht Besseres an die Seite stellen konnten. Strenge Richter fällen harte Urteile im Namen der klassischen Konstruktionsregeln, von denen die elementarsten Mechanismen sie keine Ahnung hatten. Ist ihnen überhaupt bekannt, dass niemand die Freiheit und den Fantasiereichtum des Satzes und der Form weiter voran getrieben hat als Bach, einer ihrer Gesetzgeber?»

Egk, Werner (deutscher Komponist 1901-1983)

«Johann Sebastian Bach bedeutet die wahre Mitte der Musik. Sein Werk vereinigt in sich den Geist des Nordens, die Sinnenhaftigkeit des Südens, die Kraft des Ostens und die Formensicherheit des Westens.»

Einstein, Albert (Physiker 1879-1955)

«Was ich zu Bachs Lebenswerk zu sagen habe: Hören, spielen, lieben, verehren und - das Maul halten!» (in einer Umfrage der «Illustrierten Wochenschrift» 1928).

Forkel, Johann Nikolaus (deutscher Musiker und Bachbiograf 1749-1818)

«Sey stolz auf ihn, Vaterland; sey auf ihn stolz, aber, sey auch seiner werth!» «Johann Sebastian Bach - der grösste musikalische Dichter und der grösste musikalische Deklamator, den es je gegeben hat und den es wahrscheinlich je geben wird.»

Friedrich II (Landgraf von Hessen-Kassel 1720-1785)

«Seine Füsse flogen über die Pedale, als ob sie beflügelt wären, und mächtige Klänge donnerten und füllten die ganze Kirche aus.»

Gardiner, Sir John Eliot (englischer Dirigent *1943)

«Manchmal sage ich zum Spass: Wenn Bach nicht im Himmel ist, dann möchte ich da gar nicht hin. Bach ist vermutlich der einzige Komponist, dessen Werk so grossartig, so anspruchsvoll für den Musiker und so reich an spiritueller Kraft für Zuhörer wie Interpreten ist, dass man gern ein Jahr allein in seiner Gesellschaft verbringen möchte.»

Gieseking, Walter (Pianist 1895-1956)

«Über Bach kann nur immer wieder dasselbe gesagt werden, wobei sich wohl alle wirklichen Musiker einig sind: er ist der grösste, universellste Komponist aller Zeiten gewesen, ein Weltwunder, auf welches die Menschheit stolz zu sein hat.»

Goethe, Johann Wolfgang von (deutscher Dichter 1749-1832)

«Es ist mir, als wenn ich von ferne das Meer brausen hörte, so als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte. Ja es war mir, als wenn ich weder Ohren, am wenigsten Augen, und weiter keine übrigen Sinne besässe noch brauchte. Ich sprach mir''s aus: als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte, wie sich''s etwa in Gottes Busen, kurz vor der Weltschöpfung, möchte zugetragen haben, so bewegte sich''s auch in meinem Innern, und es war mir, als wenn ich weder Ohren, am wenigsten Augen und weiter keine übrigen Sinne besäße noch brauchte (aus einem Brief an Carl Friedrich Zelter).»

Gounod, Charles (französischer Komponist 1818-1893)

«Wenn inmitten einer Sintflut die ganze Musik zugrunde ginge und nur die von Bach gerettet würde, so hätte man noch immer alle Elemente der Tonkunst.»

Grimaud, Hélène (französische Pianistin *1969)

«Wenn ich an Bachs Musik denke, dann habe ich das Gefühl, dass Gott Bach eine Menge schuldet. Ohne ihn wüssten viele Menschen nicht, dass Gott existiert (Oktober 1999). Bach lässt sich auf jedem Instrument wundervoll spielen, wenn die Seele entsprechend eingestellt ist.»

Hawkins, John (englischer Musikhistoriker, 1719-1789)

«Dieser Mensch erfreute sich grosser Anerkennung für die Fertigkeit seines Orgelspiels, besonders aber für das meisterhafte Benutzen der Pedale.»

Henze, Hans Werner (deutscher Komponist *1926)

«Leidenschaft, gehärtet im Feuer der Technik, ist in dieser Musik zum tönenden Wort geworden, und auch wir Heutigen, Musiker und Nichtmusiker, spiegeln uns, identifizieren uns in diesen Klangbildern, mit dieser herben, nüchternen Sprache.»

«Es ist, als ob Geometrie singen und tanzen gelernt hätte.»

Hindemith, Paul (deutscher Komponist 1895-1963)

«Was ein Bach musikalisch tut, muss notwendigerweise alles um ihn herum verdunkeln ... Ich möchte nicht vom Erbe im realsten Sinne sprechen. Diese, seine Musik, ist in unser aller Gemüt eingenistet wie kaum eines anderen Meisters Werk ... Es ist also dies das Wertvollste, was wir mit Bachs Musik geerbt haben: die Schau bis ans Ende der dem Menschen möglichen Vollkommenheit; und die Erkenntnis des Wegs, der dahinführt: das unentrinnbare, pflichtbewusste Erledigen des als notwendig Erkannten, das aber, um zu Vollkommenheit zu gelangen, schliesslich über jede Notwendigkeit hinauswachsen muss. Ist es einer Musik gelungen, uns in unserm ganzen Wesen nach dem Edlen auszurichten, so hat sie das Beste getan. Hat ein Komponist seine Musik so weit bezwungen, dass sie dieses Beste tun konnte, so hat er das Höchste erreicht. Bach hat dieses Höchste erreicht.»

Kabalewski, Dimitrij (russischer Komponist (1904 - 1987)

«Obwohl die Liebe zur Musik keine Liebe zu allen Komponisten aller Zeiten bedeuten muss, doch ohne Liebe zu Bach kann keine echte Liebe zur Musik existieren.»

Kagel, Mauricio (argentinisch-deutscher Komponist und Dirigent *1931)

«Es mag sein, dass nicht alle Musiker an Gott glauben, an Bach jedoch alle.»

Kissin, Jewgeni Jewgeni Kissin (russischer Pianist *1971)

«Bach ist für mich immer noch ein Heiligtum, das ich nicht anzurühren wage. Zwar gab es vor ihm viele fähige Komponisten, aber mir kommt Bach dennoch wie der Gründervater unserer klassischen Musik vor. Meine Bewunderung für ihn ist immer noch grösser als meine Spielkunst. Bach steht für mich einfach höher als alle anderen, er ist universell.»

Koopman, Ton Ton Koopman (niederländischer Musiker 1944)

Was fasziniert Sie am meisten an Bach? «Zu sehen, wie genial er ist, wie vielfältig, wie farbig, wie unglaublich er das Herz erreicht. Und vor allem: wie ungeheuer freudig er sein konnte in einer Zeit, wo er Kinder und seine Frau verloren hat. Man muss bedenken, dass ein Kind oftmals erst mit 3 oder 4 Jahren gestorben ist - da war es schon eine Persönlichkeit, hat auf dem Schoss gesessen und Mama und Papa gesagt. Wir kennen ja die Daten und wissen, wann ein Kind geboren oder gestorben ist. Bach hat sich in die Musik verliebt, um das alles zu überleben, und ich finde, man hört das. Er hat einerseits so eine Melancholie, aber andererseits auch so eine ehrliche Freude und einen tiefen Glauben: da ist Einer, der weiss, wann unsere Zeit gekommen ist, und dem muss man vertrauen. Ich finde, das haben wir heute verloren. Und wenn man so einem Komponisten anhand der Musik durch sein Leben folgt, gewinnt man unglaublich viel.» (2004)

Lauenroth Ulf (deutscher Kirchenmusiker)

«Johann Sebastian Bach war sicher einer der grössten Komponisten, doch er muss nicht bei jedem Konzert dabei sein.»

Leonhardt, Gustav (niederländischer Dirigent und Cembalist, *1928)

«Das, was Bach liebte und studierte, liebt und studiert Leonhardt ganz sicher auch.»

Liszt, Franz (ungarisch/österreichischer Komponist und Pianist, 1811-1886)

«Die h-Moll-Messe ist der Mont-Blanc der Kirchenmusik – höher kann man in der abendländischen Musik nicht hinaus.»

Loussier, Jacques (französischer Pianist *1934)

«Der erste Jazz-Musiker auf der Welt ist Bach gewesen.»

Lutoslawski Witold (polnischer Komponist und Dirigent 1913-1994)

«Wenn uns durch ein tückisches Wunder das weggenommen wäre, was die Werke des grössten musikalischen Genies der Menschheit in uns gebaut haben, könnten wir in dieser Verwüstung uns selbst nicht erkennen.»

Mozart, Wolfgang Amadeus (österreichischer Komponist 1756-1791)

«Das ist doch einmal etwas, woraus sich was lernen lässt!» (über die Motette «Singet dem Herrn ein neues Lied» BWV 225).

«Bach ist der Vater, wir sind die Buben. Wer von uns was Rechtes kann, hat's von ihm gelernt.»

Nägeli, Hans-Georg (schweizerischer Musikpädagoge und Verleger 1773-1836)

«Die h-Moll Messe ist das grösste musikalische Kunstwerk aller Zeiten und Völker.»

Nietzsche, Friedrich Wilhelm (deutscher Philosoph 1844-1900)

«In dieser Woche habe ich dreimal die Matthäus-Passion des göttlichen Bach gehört, jedes Mal mit demselben Gefühl der unermesslichen Bewunderung. Wer das Christentum völlig verlernt hat, der hört es hier wirklich wie ein Evangelium, es ist dies die Musik der Verneinung des Willens ohne die Erinnerung an die Askesis.»

Perahia , Murray (Pianist *1947)

«In der Musik gibt es einen Gott, der ist Bach.»

Pieck, Wilhelm (deutscher Politiker 1876-1960)

«Johann Sebastian Bach verkörpert das Beste und Edelste unseres Volkes. Rührung und Bewunderung erfasst uns, wenn wir bedenken, aus wie engen, kleinlichen Verhältnissen eines durch die Barbarei des Dreissigjährigen Krieges verelendeten und uneinigen Deutschland sich dieses wunderbare Genie erhoben hat. Die grosse nationale Bedeutung Bachs besteht darin, dass er nicht nur der grosse Vollender der Kunst der Feudalzeit war, sondern zugleich der Schöpfer einer neuen Entwicklung der Musik. Mit Bach beginnt das grosse Zeitalter der klassisch deutschen Musik. Die umwälzende Tat Bachs bestand darin, dass er die Musik aus den Fesseln der mittelalterlichen Scholastik löste und alle Bindungen brach ... Bach war in seinem ganzen Werk ein Herold des Friedens ... Bachs Werk ist im schönsten und wahrsten Sinne ein Werk des Friedens und der Freundschaft zwischen den Völkern.» (Aus der Festrede zur Bachfeier 1950 in Leipzig)

Ramin, Günther (deutscher Organist und Thomaskantor 1898-1956)

«... dass diese Musik als Schlüssel zu aller Musik, die ihr gefolgt ist, bezeichnet werden kann. In Johann Sebastian Bach sehe ich die vollendete Wesenserscheinung im Sinne von allem, was dem menschlichen Leben Inhalt, Ziel, Kraft und Freude verleiht.»

Reger, Max (deutscher Komponist 1873-1916)

«Bach ist Anfang und Ende aller Musik. Glauben Sie mir, all' die harmonischen Sachen, die man heutzutage zu erfinden sucht und die man als so grossen Fortschritt anpreist, die hat unser grosser und unsterblicher Bach schon längst viel schöner gemacht! Gewiss! Sehen Sie mal seine Choralvorspiele an, ob das nicht die feinste, objektivste und doch deshalb subjektivste Musik ist. Denn was ich nicht selbst fühle, kann ich nicht objektivieren.»

Rochlitz, Johann Friedrich (deutscher Schriftsteller 1769-1842)

«Johann Sebastian Bach ist der Albrecht Dürer der deutschen Musik.»

Schönberg, Arnold (österreichischer Komponist und Musiktheoretiker 1874-1951)

«Das sind Wunder, die ein menschliches Hirn nicht hervorbringen kann. Der Künstler ist nur das Sprachrohr einer Kraft, die ihm diktiert, was er tun soll. Da er in dieser Sprache geboren war, übertrug Bach den Willen dieser Kraft in Begriffe des menschlichen Kontrapunkts.»

Schumann, Robert (deutscher Komponist 1810-1856)

«Wir sind alle Stümper gegen ihn! Die Quellen werden im grossen Umlauf der Zeit immer näher aneinander gerückt. Beethoven brauchte beispielsweise nicht alles zu studieren, was Mozart - Mozart nicht, was Händel - Händel nicht, was Palästrina, weil sie schon die Vorgänger in sich aufgenommen hatten. Nur aus einem wäre von allen immer von neuem zu schöpfen - aus Johann Sebastian Bach.»

Schütz, Hans-Ruedi (schweizerischer Organist und Musikwissenschafter 1952 - 2011)

«Bach ist der 5. Evangelist. Sein Evangelium predigt er mit seiner vollkommenen Musik.»

Schweitzer, Albert (deutscher Arzt, Theologe, Musiker und Philosoph 1875-1965)

«Musik ist für ihn Gottesdienst. Bachs Künstlertum und Persönlichkeit ruhen auf seiner Frömmigkeit. Soweit er überhaupt begriffen werden kann, wird er es von hier aus ... Für ihn verhallen die Klänge nicht, sondern steigen als ein unaussprechliches Loben zu Gott empor.»

Stadtfeld, Martin (deutscher Pianist *1980)

«Bachs Musik ist einfach universell. Sie erschliesst sich jedem Menschen nicht im Sinne eines einfachen gemeinsamen Nenners, sondern weil sie den Menschen in der Tiefe anspricht.»

Sting (engl. Popmusiker *1951)

«Seine Musik ist einfach zeitlos.»

Straube, Karl (deutscher Organist und Chorleiter 1873-1950)

«Die individuelle Gestalt (Bachs) bleibt umhüllt von den Schleiern des Geheimen, alles Persönliche verschwindet hinter der Grösse des Werkes, dessen Visionen unser Herz wunderbar in jene Sphäre erheben, in der wir das Unfassbare nur gläubig verehren können. Eine geistige Persönlichkeit von der divinatorischen Kraft, wie sie Johann Sebastian Bach besessen hat, wird eigene Gedanken uns zu sagen haben, die wir, getragen von der christlichen Glaubenswelt unserer Zeit, befragen dürfen, um den vollen Gehalt der Predigt dieses fünften Evangeliums zu gewinnen. Bach wusste von den Dingen der Ewigkeit, seine Werke legen Zeugnis dafür ab. Nicht Historie, sondern Wachrufen der Geister ist, wonach wir verlangen.»

Strawinsky, Igor (russischer Komponist 1882-1971)

«Alle Musik ist nur eine Folge von Spannungen, die an einem bestimmten Ruhepunkt zusammenlaufen. Dies gilt für die gregorianische Melodik und für die Fuge Bachs, für die Musik von Brahms und für die Musik von Debussy.»

Szeligowski, Tadeusz (polnischer Komponist und Pädagoge 1896-1963)

«Musik Bachs scheint ewig zu sein, wie eine Naturerscheinung, wie die Natur seibst. Darin liegt die unglaubliche Lebendigkeit der Kunst Bachs, ihre Grösse und Unveränderlichkeit in der Zeit.»

Szymanowski, Karol (polnischer Komponist, 1882-1937)

«Gigantische Gestalt, absoluter Verfechter artistisch befreiter Musik, Johann Sebastian Bach, welche konzertiert, wie im Prisma, im seinem grossen Werk, Alle jetzige Anstrengungen, gab ihm bleibenden, vorher nicht bekannten Glanz und Vorzüglichkeit, entstehend als Ausgangspunkt für alles was später vorkommt.»

taz (www.taz.de)

«Die Antwort auf die Niedergeschlagenheit in Mitteleuropa ist Johann Sebastian Bach. Seine Musik öffnet einen hohen Raum über dem Elend.» Georg Seesslen in einem Artikel der taz über den Film «Gespenster». Regie: Christian Petzold. Mit Julia Hummer, Sabine Timoteo, u. a., Deutschland 2005, 85 Min.

Telemann, Georg Philipp (deutscher Komponist, 1681-1767)

«So schlaf! Dein Nahme bleibt vom Untergange frei…»

Tetzlaff Christian (deutscher Violinist *1966)

(auf die Frage, welche CD er auf die Insel mitnehmen würde) «Das sind die Bach-Kantaten, die jetzt Ton Koopman so magistral einspielt. Sie sind ein steter Quell für meine Begeisterung - es lässt sich immer wieder Neuland entdecken. Wenn ich bloss eine einzige CD ins Gepäck nehmen dürfte, würde ich die orchestralen Eingangssätze von acht Kantaten zusammenschneiden.»

Wagner, Richard (deutscher Komponist 1813-1883)

«Und nun sehe man welche Welt der unbegreiflich grosse Johann Sebastian Bach aus diesen Elementen aufbaute! Auf diese Schöpfung weise ich nur hin, denn es ist unmöglich, ihren Reichtum, ihre Erhabenheit, und alles in sich fassende Bedeutung durch irgend einen Vergleich zu bezeichnen. Das erstaunlichste musikalische Wunder aller Zeiten.»

Weinberger Gerhard (deutscher Organist, *1948)

«Eigentlich beschäftige ich mich jeden Tag mit Bach, seit 40 Jahren, ein Tag ohne Bach ist nicht denkbar. Bach ist ein Geheimnis, das man kaum ergründen kann, eine Offenbahrung, die Tiefe schlechthin.»

Widor, Charles-Marie (französischer Organist und Komponist 1844-1937)

«Bach ist für mich der grösste Prediger. Seine Kantaten und Passionslieder gehen die menschliche Seele durch und durch, dass der Mensch offenherzig auf das Wahre und Schlichte und verschlossen auf alles was nebensächlich und klein.»

Zelter, Carl Friedrich (deutscher Musiker 1758-1832)

«Dieser Leipziger Cantor ist eine Erscheinung Gottes, klar, doch unerklärbar.» (Aus einem Brief an Goethe)